Digitalbonus Bayern, Euromünzen und Taschenrechner auf einem Schreibtisch als Symbol für KI-Förderung

Ihr KI-Projekt kostet Geld. Aber der Freistaat Bayern übernimmt davon unter Umständen die Hälfte — bis zu 7.500 €. Das Programm heißt Digitalbonus Bayern, es läuft noch bis Ende 2027, und es ist eines der unkompliziertesten Förderinstrumente für kleine und mittlere Unternehmen.

Trotzdem lassen viele das Geld liegen — meist aus zwei Gründen: Sie kennen das Programm nicht, oder sie machen einen formalen Fehler, der die Förderung kostet. Dieser Leitfaden zeigt beides: wie es funktioniert und wo die eine Falle lauert, die wirklich teuer wird.

Was ist der Digitalbonus Bayern?

Ein Zuschussprogramm der bayerischen Staatsregierung für Digitalisierung im Mittelstand. Gefördert werden Software-Einführungen, Automatisierung, IT-Sicherheit — und ausdrücklich auch die externe Beratungs- und Umsetzungsleistung, die so ein Projekt begleitet. Genau hier liegt der Hebel für KI-Vorhaben.

VarianteZuschussFür wen
Standardbis 7.500 € (50 %)Klassische Software- und KI-Einführungen mit Anpassung
Plusbis 30.000 € (50 %)Vorhaben mit besonderem Innovationsgehalt (z. B. KI-Eigenentwicklung)

Für die meisten KMU ist die Standard-Variante der richtige Weg. Sie deckt eine typische KI-Automatisierung oder Chatbot-Einführung samt Umsetzung gut ab.

Wer ist berechtigt?

Nicht antragsberechtigt sind unter anderem Freie Berufe, Praxen und Kliniken sowie land- und fischwirtschaftliche Betriebe. Im Zweifel klären wir das in zwei Minuten im Vorgespräch.

Was ist förderfähig — und was nicht?

FörderfähigNicht förderfähig
Externe Beratung und ImplementierungHardware (PCs, Tablets, Drucker, Kassen)
SaaS-Lizenzen (max. 18 Monate)Standard-Office und Betriebssysteme
Setup, Schnittstellen, ProgrammierungTemplate-Webshops von der Stange
Technische Dokumentation, SchulungSteuerberater-Gebühren

Zwei Punkte sind wichtig: Lizenzkosten werden nur für maximal 18 Monate anerkannt, und eine reine „Standardlösung ohne jede Anpassung“ wird gern abgelehnt. Der Antrag muss eine konkrete Prozessverbesserung plausibel machen — genau das liefern wir mit.

Die eine Falle, die wirklich teuer wird

Niemals mit der Maßnahme beginnen, bevor der Antrag bestätigt ist. Schon ein unterschriebenes Angebot oder eine Auftragsbestätigung gilt als „Maßnahmenbeginn“ — und disqualifiziert das gesamte Projekt von der Förderung.

Das ist der Fehler Nummer eins. Die richtige Reihenfolge lautet immer:

  1. Antrag stellen über das ELSTER-Unternehmenskonto bei der zuständigen Bezirksregierung
  2. Eingangsbestätigung abwarten — erst sie gibt grünes Licht
  3. Dann erst beauftragen und mit der Umsetzung starten

Deshalb geben wir Angebote an Förder-Kunden bewusst als Konzeptentwurf ab, nicht zur Unterschrift — damit Ihnen die Förderung erhalten bleibt. Den Auftrag erteilen Sie, sobald die Bewilligung da ist.

BAFA und Digitalbonus clever kombinieren

Die beiden Programme schließen sich nicht aus, sie ergänzen sich:

So bezuschusst der Staat beide Schritte: erst herausfinden, wo KI den größten Hebel hat, dann umsetzen. Für ein typisches Projekt bleibt am Ende oft nur die Hälfte an Ihnen hängen.

Ein Tipp zum Timing

Der Fördertopf wird monatlich kontingentiert und ist erfahrungsgemäß schnell ausgeschöpft. Das Antragsfenster öffnet in der Regel am ersten Werktag des Monats um 10:00 Uhr — wer hier vorbereitet ist und pünktlich absendet, hat die besten Chancen. Genau diese Vorbereitung nehmen wir Ihnen ab: Antragsunterlagen fertig, Konzept beigelegt, pünktlich raus.

Das letzte Quartal ist der ideale Zeitpunkt, das für das kommende Jahr aufzusetzen. Wer jetzt plant, ist startklar, wenn das nächste Fenster aufgeht.

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